Rückblick auf WASB'Event 2-2019

October 30, 2019

Am Samstag, 14. September 2019 durften wir ein sehr spannendes Seminar mit Schweizer Komponisten in Lenzburg erleben. Leider war das Interesse von unseren WASBE-CH Mitgliedern sehr, sehr gering! Schade, denn es war sehr interessant, den Komponisten bei ihren Ausführungen zu zuhören, mit ihnen zu diskutieren und Fragen zu stellen! Der Vormittag war für die zwei renommierten Komponisten Thomas Trachsel und Oliver Waespi reserviert, um über ihr kompositorisches Schaffen zu sprechen und ihre Werke vorzustellen.

 

Thomas Trachsel hatte sich für das Thema „Wieso und für was komponieren?“ entschieden.

Anhand Tonbeispielen seiner 3. Symphonie durften wir tief in die Seele des Menschen und Komponisten Thomas Trachsel eindringen. Wichtige Punkte aus seinem Referat waren für mich:

  • psychologischer Hintergrund wieso Trachsel komponiert 

  • «Jeder Komponist sollte seinen eigenen Fingerabdruck haben.»    

  • Thomas Trachsel fragt sich, was mit unserer Welt geschieht.

  • «Meine Musik wird nicht so oft gespielt, weil sie zu anstrengend ist (emotional oder physisch?).» 

  • «Die Musik, die ich schreibe, sollte etwas erzählen.“

  • Thomas Trachsel erzählt in seinen Kompositionen, was und wer er ist.

  • «Meine Vorlieben sind klassische Formen. Sie sind wichtig für mich.»

  • «Wenn ich als Komponist am Leiden bin, sollten die Bläser das auch – emotional und physisch (Schmerzen).»

  • Thomas Trachsel komponiert direkt mit der ganzen Instrumentation.

  • Konsequenz sein: „Was ich komponiere muss für mich stimmen.»

Oliver Waespi referierte über das Thema „Meine Musik: früher, heute und morgen“

Oliver Waespi ist nicht in der Blasmusik aufgewachsen. Die klassische Gitarre war sein erstes Instrument. Mit 14 Jahren hörte er zum ersten Mal bewusst klassische Musik (die Symphonien Haydn 104, Beethoven 6 und Dvorak 8) – das faszinierte ihn und war seine Initialzündung zum Komponieren.

  • «Nicht ich bin wichtig bei meinen Kompositionen.»

  • «Die Formgebung ist für mich das Wichtigste beim Komponieren.»

  • «Ich bin nicht der „Komfort-Komponist“.»

  • Oliver Waespi versucht sich beim Komponieren das Orchester bildlich vorzustellen (Stärke-Klasse)

  • «Ich schreibe Stücke, die ich auch gerne höre.»

  • «Wenn ich ein Stück nicht mag, habe ich versagt.»

  • Die Anfangsphase eines neuen Stückes ist für Oliver Waespi am Schwierigsten.

 

Am Nachmittag bekamen drei junge Schweizer Komponisten Gelegenheit ihre Werke und ihr kompositorisches Schaffen vorzustellen. Dies waren Cedric Fuhrer, Fabian Künzli und Sämi Lörtscher.

 

Cedric Fuhrer

Der Komponist stellte uns zwei seiner Kompositionen näher vor

  1. Mastermind 2.0 für Brass Band  
    Zuerst war das Stück ein Euphonium-Solo. Daraus entstand ein Brass Band Stück – Aufgabenstück 2. Klasse SBBW 17 in Montreux. Das Stück beschreibt das Leben von Alan Turring – Erfinder des Computers.

  2. Lepidoptera Suite (Schmetterlinge)
    Harmonie 3. Klasse, Portrait von 3 tropischen Schmetterlingen

Seine Kompositionen gliedert Cedric Fuhrer in 3 Gattungen: Reisen, Naturwissenschaften und Persönlichkeiten.

 

Fabian Künzli

Fabian Künzli komponiert für die verschiedensten Orchesterformen. Er brachte uns mit verschiedenen Tonbeispielen seine Kompositionen und Techniken näher. Wichtig für Fabian Künzli beim Komponieren ist, die Freiheiten zu bewahren. Sein neustes Stück für Blasorchester ist „Prism“, eine Auftragskomposition für das Aulos-Blasorchester 2019.

 

Sämi Lörtscher 

Für Sämi Lörtscher ist es wichtig, dass er vielseitig Komponieren darf (Stile und Besetzung). Er betätigt sich auch fleissig als Arrangeur in verschiedenen Stilrichtungen.


Der Tag endete mit der Generalversammlung von WASBE-CH
                                                            

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